Googles Geschichte – Ein Unternehmensquerschnitt

Die Geschichte des Unternehmens Google, liest sich zu Beginn wie eine Komödie: An der Stanford University treffen die Innovatoren Larry Page und Sergey Brin aufeinander und beschließen, auf Basis verrückter Gedankengänge, die Erfolgsgeschichte des Internets mit zu begründen. Doch wie soll das Geld für dieses Unterfangen aufgebracht werden, wenn man nur wenige eigene finanzielle Mittel hat und der… Wie würde es in Hollywood nun wohl weitergehen? Mit einem alle Pläne durchkreuzenden Handicap der Protagonisten? Oder eher mit einem nervigen Familienangehörigen? In unserem Beispiel, ist es glücklicherweise keiner dieser gekünstelt eingefügten Nebenplots, sondern ein realer und vor allem humorvoller Bruch

Da sich lediglich ein Investor (in unserem Film gespielt von Andreas von Bechtholsheim) für ein Engagement interessiert, dieser jedoch fälschlicherweise glaubt die Firma von Larry und Sergey heißt bereits Google und ein Scheck auf genau dieses Unternehmen (Google Inc.) ausstellt, müssen die beiden Geschäftspartner ein Unternehmen mit genau diesem Namen gründen. Die Anfangsszene zu einem wechselvollen und ereignisreichen Schauspiel.

Irrtümliche Namensvergabe

Denn neben so manch diskutabler Haupthandlung, polarisiert Google vorrangig mit zumeist skurill erscheinenden Kleinigkeiten, die eher in einen Thriller mit verschiedenen Handlungssträngen angebracht wären, als in einer häufig recht gradlinig verlaufenden Komödie. Für einen Thriller, reichen diese sporadisch auftretenden Szenen jedoch nicht aus. Und wenn man es strengt sieht, muss Skurillität ja nicht zwingend über angsteinflößende Elemente verfügen, sondern kann durchaus auch von entgegengesetzer Seite aus betrachtet werden. Warum dieser philosophische Ausflug? Er stellt eine Einleitung zur ersten Nebensequenz dar.

1999: Im weiteren Verlauf unserer Geschichte, beschließen die Hauptdarsteller dem Unternehmen Excite ein Angebot zu unterbreiten um das Google-Projekt zu übernehmen.
Die erste tragische Figur, betritt nun die Bildfläche: George Bell, Excite-Vorsitzender, lehnt den Kauf von Google für 1 Mio. US-Dollar ab. Eine Entscheidung, die er im Nachhinein bitter bereuen wird, denn während unsere Helden durch die einfache Handhabung ihrer Website immer mehr Zulauf erhalten, steuert Excite@home, getrieben von Spekulanten, der sicheren Insolvenz entgegen.

Funktionsbedingte Vorteile

Enden tut die Geschichte unserer Helden in einem großzügig angelegten Unternehmenssitz, im Jahr 2015. Wie Microsoft und Apple, schaffte auch Google den Sprung vom Garagenprojekt zum weltumspannenden Produkt. Während in lichtdurchfluteten Büros an neuen Konzepten gearbeitet wird, werden die umliegenden Grünflächen des Gebäudes mithilfe von Ziegen gemäht. Ihre Verrücktheit haben sich die Hauptdarsteller also erhalten, allerdings auch ihren Drang zum Thriller. Besteht das neue Unternehmenskonzept doch tatsächlich aus dem Versuch, menschliche Gehirne künstlich nachzubilden. Hier muss jeder User selbst entscheiden, welchen Film er sehen will: Einen spannungsgeladenen Thriller oder eine herzhafte Komödie.? Um zu einer Entscheidung zu kommen, sollten sie in diesem Fall aber wohl eher nicht googeln.

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